{"id":130,"date":"2013-08-18T13:19:31","date_gmt":"2013-08-18T13:19:31","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/?p=130"},"modified":"2013-08-24T13:13:24","modified_gmt":"2013-08-24T13:13:24","slug":"hanoi-onkel-ho-sieht-keine-fahrrader-mehr","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/?p=130","title":{"rendered":"Hanoi &#8211; Onkel Ho sieht keine Fahrr\u00e4der mehr"},"content":{"rendered":"<p>7. DEZEMBER 2012 \u2013 Vietnam Impressionen (1)<\/p>\n<p>Auf dem Fluhafen in Hanoi werden wir von Th\u00ea mit einem Namensschild erwartet. Sonderabfertigung beim Zoll. Th\u00ea wartet drau\u00dfen, w\u00e4hrend wir zum Rollband f\u00fcr die Gep\u00e4ckausgabe gehen.<br \/>\nZwei Stunden starren wir auf das aufsteigende F\u00f6rderband. Eine Frau vor uns hat bereits seit l\u00e4ngerem ihr Gep\u00e4ck, aber ihr Mann wartet noch auf seinen Koffer. Eine Reisegruppe muss auf zwei Teilnehmer R\u00fccksicht nehmen. Immer mehr gehen zum \u00bbLost and Found\u00ab Schalter. 500 Gep\u00e4ckst\u00fccke seien in Frankfurt stehengeblieben. Daf\u00fcr laufen Koffer f\u00fcr Saigon seit zwei Stunden im Kreis, verstopfen das Laufband f\u00fcr das Reisegep\u00e4ck der n\u00e4chsten bereits angekommenen Maschine. Das Flughafenpersonal stellt die Taschen, Kartons, Koffer und Rucks\u00e4cke neben das Laufband.<br \/>\nKleine Ehedramen spielen sich ab, wenn die Frau mit den P\u00e4ssen schon aus dem Zollbereich nach drau\u00dfen gegangen ist oder der Mann nicht in h\u00f6rweite steht. Lautes, \u00e4rgerliches Rufen. Das unterdr\u00fcckte \u00bbDu Idiot!\u00ab oder \u00bbWie bl\u00f6d kann man denn nur sein!\u00ab schwingt mit. Eine Frau m\u00f6chte von dem Vietnamesen hinter dem Schalter jetzt aber endlich mal wissen, wie das denn habe passieren k\u00f6nnen. Das w\u00fcsste der sicherlich auch gern, hilft aber den aufgeregten Mitbetroffenen im Moment auch nicht weiter, die alle ebenso wie wir Hanoi ohne ihr Gep\u00e4ck werden verlassen m\u00fcssen, da die meisten nur eine Nacht bleiben und dann weiter nach Ninh Binh oder zur Halong Bucht reisen.<br \/>\nUm so hektischer die Menschen, desto ruhiger werde ich, weil ich sehe, dass ich nichts\u00a0 beeinflussen kann. Ich beobachte das Treiben um mich herum. Schlie\u00dflich fehlen uns nur Koffer und Tasche. Wir sind vollst\u00e4ndig bekleidet, haben sogar Pullover und eine Jacke dabei. Und das Gep\u00e4ck wird man uns in K\u00fcrze nachschicken.<\/p>\n<p>Th\u00ea ist sehr klein, hat gro\u00dfe dunkle Augen. Wir haben zwei Stunden Versp\u00e4tung. Er muss sein Programm \u00e4ndern. Er telefoniert, bittet unseren wartenden Fahrer mit dem wei\u00dfen Toyota vorzufahren. Leicht erh\u00f6ht sitzen wir auf der R\u00fcckbank und trinken das gek\u00fchlte Wasser, das uns der Fahrer auf den Sitz gelegt hat. Th\u00ea teilt uns den Tagesablauf mit. Erst einmal einchecken im Hotel, fr\u00fchst\u00fccken, etwas ausruhen und dann vielleicht ein paar Ersatzklamotten einkaufen. Er zeigt uns auf der Karte eine Stra\u00dfe in der N\u00e4he. Dort in den Gesch\u00e4ften w\u00fcrden wir alles finden.<br \/>\nAnkunft im Hotel. Vor dem Eingangsbereich ein gro\u00dfer, bunt geschm\u00fcckter Weihnachtsbaum. Uns wird die T\u00fcr von zwei jungen Bediensteten ge\u00f6ffnet. Im Fr\u00fchst\u00fccksraum, ebenfalls weihnachtlich kitschig geschm\u00fcckt, eine Gruppe mit \u00fcberwiegend dicken Amerikanern in kurzen Hosen, wei\u00dfen Socken und Sandalen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Hanoi_Transparente.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-131 alignright\" alt=\"Hanoi_Transparente\" src=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Hanoi_Transparente-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Hanoi_Transparente-300x199.jpg 300w, http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Hanoi_Transparente-624x414.jpg 624w, http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Hanoi_Transparente.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Auf in die Altstadt, T-Shirts und Unterw\u00e4sche kaufen. Erste Stra\u00dfen\u00fcberquerung ein Abenteuer. Viele rote Stoffbanner sind \u00fcber die Stra\u00dfen gespannt: 1972-2012. Vor 40 Jahren an Weihnachten haben die Amerikaner Hanoi bombardiert. <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ho_Chi_Minh\">Ho Chi Minh<\/a> ist auf Fotos noch \u00fcberall gegenw\u00e4rtig. Der Krieg noch pr\u00e4sent, die Zerst\u00f6rungen im Bewusstsein der Bev\u00f6lkerung. Die kleinen Stra\u00dfen sind voller Mofas. Man muss berechenbar sein im Stra\u00dfenverkehr, auch als Fu\u00dfg\u00e4nger. Ganz ruhig im wimmelnden Verkehr die Stra\u00dfenseite wechseln. Autos werden langsam, Fahrrad- und Mofafahrer weichen wie selbstverst\u00e4ndlich aus, fahren links oder rechts an einem vorbei. Keine erbosten Gesichter, keine Aggressionen, normaler Stra\u00dfenverkehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Hanoi_Mofapulk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-132\" alt=\"Hanoi_Mofapulk\" src=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Hanoi_Mofapulk.jpg\" width=\"3008\" height=\"2000\" srcset=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Hanoi_Mofapulk.jpg 3008w, http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Hanoi_Mofapulk-300x199.jpg 300w, http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Hanoi_Mofapulk-1024x680.jpg 1024w, http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Hanoi_Mofapulk-624x414.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 3008px) 100vw, 3008px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Hotel duschen wir, ziehen uns die frisch erworbenen Sachen an. Str\u00fcmpfe in meiner Gr\u00f6\u00dfe gab es nicht. Wir legen uns eine halbe Stunde aufs Bett. Dann wartet Th\u00ea schon auf uns. Besuch bei dem in Vietnam sehr bekannten K\u00fcnstler Dao An Khanh.\u00a0 Wir fahren \u00fcber den Roten Fluss, dessen Umland die Wiege des vietnamesischen Volkes war, zu dem Au\u00dfenbezirk Long Bien. Am Stra\u00dfenrand eine schmaler Parallelweg, an dem einige H\u00e4user stehen und von dem Stichstra\u00dfen abzweigen. Eine davon gehen wir zu Fu\u00df bis zum Ende. Dort steht das au\u00dfen mit Holzstangen verzierte Haus. Der K\u00fcnstler sei in Europa, teilt uns eine sehr attraktive Vietnamesin mit, die anstatt Dao An Khanhs auf uns wartet. Sie wird uns seinen Garten, sein Holzhaus, das gleichzeitig auch Atelier ist, zeigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0053.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-133 alignleft\" alt=\"DSC_0053\" src=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0053-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0053-300x199.jpg 300w, http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0053-1024x680.jpg 1024w, http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0053-624x414.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sie schw\u00e4rmt von <a href=\"http:\/\/www.daoanhkhanh.com\/Copy%20of%20bio.asp\">Dao An Khanh<\/a>, erkl\u00e4rt uns seine Gartenskulpturen, warum er zwischen Str\u00e4uchern und B\u00e4umen in einer Wanne badet (trotz vieler Moskitos, von denen drei bei mir jetzt schon zugeschlagen haben), und zeigt uns seine erotisch dominierten Gem\u00e4lde, die mich ein bisschen an das Werk von Gustav Klimt erinnern. In Vietnam l\u00f6sten die nackten Frauenk\u00f6rper noch Unverst\u00e4ndnis aus. Hier sei man noch nicht so weit, sagt Th\u00ea, der sieben Jahre in Deutschland gelebt hat, dort als Techniker arbeitete und studierte.<br \/>\nDie Muse des K\u00fcnstlers erz\u00e4hlt, dass\u00a0Dao An Khanh bisher mit zwei Frauen zusammengelebt habe, aber er konnte ihnen nicht seine Liebe zeigen. Richtig geliebt habe er sie erst, als sie nicht mehr bei ihnen waren. Mit ihr scheint es anders zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Die-Muse.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-235 alignright\" alt=\"Die Muse\" src=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Die-Muse-680x1024.jpg\" width=\"350\" height=\"527\" srcset=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Die-Muse-680x1024.jpg 680w, http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Die-Muse-199x300.jpg 199w, http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Die-Muse-624x938.jpg 624w, http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Die-Muse.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Wir sehen auch den Wohnraum des K\u00fcnstlers. Etwas im Dunkeln ein gro\u00dfer Altar mit zwei Buddha Figuren, davor stehen Zeichnungen. Zum Abschluss trinken wir Tee und die Sch\u00f6ne zeigt uns Fotos von Kunstprojekten, gigantische Skulpturen am Stra\u00dfenrand zum tausendj\u00e4hrigen bestehen von Vietnam (1012-2012). Wenn man das sieht und h\u00f6rt, was Th\u00ea und die Muse von seinen Austellungen berichten, ist es f\u00fcr mich etwas unverst\u00e4ndlich, dass der K\u00fcnstler trotzdem noch beruflich als Polizist f\u00fcr sein Einkommen sorgen muss. Immerhin aber eine interessante Berufskombination. \u00c4hnlich wie die von Anatol, der als Motoradstreife arbeitete und bei Joseph Beuys studierte.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen los, in der Stadt wartet eine junge Germanistik-Studentin am Hoan-Kiem See auf uns, am See des zur\u00fcckgegebenen Schwertes, wie die Sage besagt. Eine goldene Schildkr\u00f6te taucht mitten im See auf und \u00fcbergibt dem Gro\u00dfgrundbesitzer Le Loi ein Schwert. Nach fast zehnj\u00e4hrigem sieglosem Unabh\u00e4ngigkeitskampf gegen die chinesischen Besatzer der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ming-Dynastie\">Ming-Dynastie<\/a> kehrt Le Loi mit dem Schwert siegreich zur\u00fcck. Und wieder taucht die Schildkr\u00f6te auf und wie von magischer Hand gleitet das Schwert von Le Loi in ihr Maul zur\u00fcck. Th\u00ea erz\u00e4hlt uns diese Sage, als wir auf die Studentin warten. Sie soll uns einige der 36 Stra\u00dfen in der Altstadt zeigen, die noch heute die\u00a0 Namen der fr\u00fcheren Z\u00fcnfte f\u00fchren, nach denen diese Stra\u00dfen ihre Namen tragen. Wir sind durch die Zeitumstellung und durch die Aufregung am Flughafen sehr m\u00fcde. Unsere zierliche Chinesin, die aus einem Ort mehr als 1oo Kilometer n\u00f6rdlich von Hanoi stammt, m\u00f6chte Deutsch sprechen und uns viel erz\u00e4hlen. Obwohl sie noch nie ihr Land verlassen hat, spricht sie sehr gutes Deutsch. Wir w\u00fcrden die Ausbildung in Vietnam nicht kennen, sagt sie mit stolzem Gesichtsausdruck. Nur einer von uns kann neben ihr gehen und ihr zuh\u00f6ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0003.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-134 alignleft\" alt=\"DSC_0003\" src=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0003-300x191.jpg\" width=\"300\" height=\"191\" srcset=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0003-300x191.jpg 300w, http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0003-1024x652.jpg 1024w, http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0003-624x397.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Es herrscht ein ohrenbet\u00e4ubender L\u00e4rm von den Mofas und hupenden Autos und Vespas auf der Stra\u00dfe. Zudem m\u00fcssen wir uns auf der Fahrbahn fortbewegen, weil fast alle Fu\u00dfwege von kleinen Motorr\u00e4dern zugestellt sind. Ich schlage vor, einen Tee in einem der Stra\u00dfenlokale zu trinken, wir seien heute schon so viel gelaufen und wir k\u00f6nnten uns so besser unterhalten. Sie stutzt einen Moment. Wir laden Sie ein. Okay! Nach einer halben Stunde laufen wir wieder los, weil Th\u00ea uns gesagt hat, in einer Stunde sollten wir zur\u00fcck sei. Aber unsere junge Studentin mit der intelligenten Brille hat sich ein Programm vorgenommen, und mit oder ohne Teepause, das zieht sie gnadenlos durch, treibt uns durch die vollen Stra\u00dfen, fragt alle paar Minuten jemandem nach dem Weg. Sie habe kein gutes Orientierungsverm\u00f6gen. Die Stra\u00dfen seien hier nach einem Planquadrat aufgebaut, alle seien gleich, da w\u00fcsste man nie genau wo man sei. Sie erz\u00e4hlt mir, warum die meisten H\u00e4user hier in den Stra\u00dfen nur sehr schmal seien. Viele Handwerker wollten einen Laden aufmachen, und es gab nur wenig Platz, so wollte man, dass jeder die M\u00f6glichkeit bekommt, seine Waren zur Stra\u00dfe hin zu pr\u00e4sentieren. Deshalb seien die H\u00e4user teilweise nur 5-6 Meter breit und sehr weit in die Tiefe gebaut, manchmal bis zu 70 Metern, so dass die Zimmer alle hintereinander liegen. Wenn mehr Platz sei, g\u00e4be es noch einen schmalen Flur, von dem man in die Zimmer ginge. So g\u00e4be es in der Wohnung mehrere Zimmer ohne Fenster. Sie m\u00f6chte uns auch unbedingt noch den Markt zeigen, auf dem man alles kaufen k\u00f6nne. Gem\u00fcse, Fleisch, Fisch, Kleidung. Oft sind es nur sehr kleine St\u00e4nde mit einem schmalen Tisch. Auf einem liegen Fleischst\u00fccke blank auf der Tischplatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Hanoi_Obstverk\u00e4uferin2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-143 gdanudmxhnmcijhwkwai vfcwgjpwszuiqfapsrvm trabcwrhzepdpglpdyui mnqlfahijtknmbfwqcop oloboatusjlalgbccryq nuptahuuulqubtiznjpe rjlcscoxozofwigroarw enxpnvukagdhzomoekpa\" alt=\"Hanoi_Obstverk\u00e4uferin\" src=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Hanoi_Obstverk\u00e4uferin2-120x300.jpg\" width=\"120\" height=\"300\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0009.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-147 alignleft\" alt=\"DSC_0009\" src=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0009-150x300.jpg\" width=\"150\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0009-150x300.jpg 150w, http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0009-511x1024.jpg 511w, http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0009-624x1248.jpg 624w, http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0009.jpg 1243w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Jeder versucht irgendetwas zu verkaufen. Unsere Studentin legt mir nahe, nicht in teuren Restaurants zu essen, da sei das Essen nicht gut. In kleinen Restaurants bek\u00e4men wir sehr gute Gerichte und auch von den kleinen Gark\u00fcchen auf der Stra\u00dfe, wo Frauen die Speisen frisch zubereiten. Nat\u00fcrlich m\u00fcssten wir darauf achten, dass alles sauber sei. Das k\u00f6nnten wir ja sehen. Th\u00ea ruft an und fragt, wo wir blieben. Ein paar Stra\u00dfen m\u00f6chte unsere junge Begleiterin uns aber trotzdem noch zeigen. Wir sollten uns nicht hetzen lassen, schlie\u00dflich seien wir im Urlaub. Sie wei\u00df, was sie will. Fragt wieder nach dem Weg. Wir sind total m\u00fcde, haben kaum geschlafen und laufen jetzt mindestens schon wieder eine Stunde durch die Gassen. Ja, kein Problem, wir seien gleich da. Nach zehn Minuten erkenne ich die Stra\u00dfe, die zum See f\u00fchrt. Mit dem Wetter hatten wir scheinbar Gl\u00fcck, denn die Tage zuvor muss es geregnet haben. Th\u00ea erwartet uns schon sehns\u00fcchtig, weil wir einen Termin f\u00fcr eine Fu\u00dfmassage in einem gro\u00dfen Hotel haben, das zur Zeit umgebaut wird. Aber der SPA Bereich besteht. Es riecht nach Rosenwasser. Zur Begr\u00fc\u00dfung trinken wir eine Tasse Tee. Wir ziehen die Schuhe aus, werden von zwei jungen Vietnamesinnen begr\u00fc\u00dft und in einen Raum gef\u00fchrt. Wir m\u00f6chten uns bitte die Hosen ausziehen. Auf den beiden Liegen im Raum liegen Badem\u00e4ntel. Sie verschwinden kurz und bitten uns dann, auf den St\u00fchlen Platz zu nehmen, vor denen Sch\u00fcsseln mit Rosenwasser stehen. Sie waschen uns die F\u00fc\u00dfe und trocknen sie ab. Dann beginnt die Massage auf den Liegen. F\u00fc\u00dfe, Waden, Schenkel, wieder F\u00fc\u00dfe, dann der Nacken, die Kopfhaut. Ich schaue in das sch\u00f6ne Gesicht und in die Augen meiner jungen Vietnamesin, als sie mir den Nacken massiert. Schnell blickt sie zur Seite. Wir bedanken uns sehr herzlich und trinken noch einen Abschiedstee, sind entspannt. Aber Th\u00ea dr\u00e4ngt zum Aufbruch. Die Agentur hat einen Tisch in einem Restaurant f\u00fcr uns reserviert. Zur Begr\u00fc\u00dfung seien wir eingeladen. Ein sch\u00f6nes Lokal. Wie \u00fcberall ist die Klimaanlage an und es ist viel zu kalt an unserem Tisch. Wir erhalten das Einheitsmen\u00fc mit f\u00fcnf G\u00e4ngen, die alle auf einmal auf den Tisch gestellt werden. Nach dem abschlie\u00dfenden Kaffee will uns Th\u00ea mit unserem Fahrer ins Hotel bringen. Es ist kurz nach acht und noch angenehm warm.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0082.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-135\" alt=\"DSC_0082\" src=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0082.jpg\" width=\"3008\" height=\"2000\" srcset=\"http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0082.jpg 3008w, http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0082-300x199.jpg 300w, http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0082-1024x680.jpg 1024w, http:\/\/blog.dittrich-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSC_0082-624x414.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 3008px) 100vw, 3008px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wir lassen uns am See absetzen. Schauen einem Tanzkurs an der Uferpromenade zu. Es wird\u00a0 Rumba und Tango unterrichtet. Ich beobachte eine Vietnamesin mit ihrem Partner, die in ihrem figurbetonten Kleid sehr erotische Tanzbewegungen macht. In der Mitte des Sees steht, von Scheinwerfern angestrahlt, eine Pagode, die sich im See spiegelt. Genau an dieser Stelle soll die Schildkr\u00f6te aus dem See gekommen sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>7. DEZEMBER 2012 \u2013 Vietnam Impressionen (1) Auf dem Fluhafen in Hanoi werden wir von Th\u00ea mit einem Namensschild erwartet. Sonderabfertigung beim Zoll. Th\u00ea wartet drau\u00dfen, w\u00e4hrend wir zum Rollband f\u00fcr die Gep\u00e4ckausgabe gehen. Zwei Stunden starren wir auf das aufsteigende F\u00f6rderband. 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